
Sofinias Terefework
Gründer von IG Influence · 5 Min. Lesezeit
Influencer anschreiben: DM Script und 3 Vorlagen für Brands
Influencer anzuschreiben klingt einfach, aber genau hier verlieren viele Brands passende Creator. Zu generische Nachrichten, unklare Erwartungen oder ein zu schneller Pitch wirken wie Massenversand. Gute Outreach-DMs sind kurz, konkret und zeigen, warum genau dieser Creator angesprochen wird.
Wer nach einem DM Script sucht, will meist nicht nur schöne Formulierungen, sondern eine Struktur, die Antworten wahrscheinlicher macht. Aus Agentur-Sicht ist das Ziel nicht, möglichst viele Creator anzuschreiben, sondern die richtigen Creator sauber in einen Gesprächsprozess zu bringen.
Was muss in eine gute Influencer-DM?
Eine gute DM enthält fünf Dinge: persönliche Bezugnahme, kurze Vorstellung der Marke, Grund für den Fit, grobe Kooperationsidee und einen einfachen nächsten Schritt. Mehr braucht die erste Nachricht meistens nicht. Details wie Vertrag, Rechte und Deliverables gehören in den Folgeprozess.
Warum Personalisierung wichtiger ist als ein langer Pitch
Creator erkennen Massenmails sofort. Personalisierung bedeutet nicht nur den Namen einzusetzen, sondern einen echten Bezug zu Content, Stil, Zielgruppe oder einem konkreten Format herzustellen. Das zeigt, dass die Marke sich mit dem Creator beschäftigt hat.
DM Script 1: Kalte Anfrage für bezahlte Kooperation
Vorlage: „Hi [Name], wir sind [Brand] und mir ist dein Content zu [konkretes Thema] aufgefallen, besonders [konkretes Reel/Story]. Wir suchen gerade Creator, die [Zielgruppe/Nische] glaubwürdig erreichen. Hättest du grundsätzlich Interesse an einer bezahlten Kooperation mit [Produkt/Angebot]? Wenn ja, schicke ich dir gern kurz Ziel, Idee und mögliche Deliverables.“
Diese Vorlage funktioniert, weil sie nicht sofort alles verlangt. Sie öffnet das Gespräch und zeigt trotzdem, dass Budget und Struktur vorhanden sind.
DM Script 2: Product Seeding ohne Druck
Vorlage: „Hi [Name], dein Content rund um [Thema] passt sehr gut zu unserem Produkt [Produkt]. Wir würden dir gern ein Paket ohne Posting-Pflicht zusenden, weil wir glauben, dass es für deinen Alltag relevant sein könnte. Wenn es dir gefällt und du etwas dazu teilen möchtest, freuen wir uns natürlich. Soll ich dir die Details schicken?“
Wichtig ist hier die Ehrlichkeit: Wenn keine Veröffentlichung garantiert ist, sollte die Marke das auch so schreiben. Sonst ist es kein Seeding, sondern ein Barter-Deal.
DM Script 3: Follow-up nach erster Reaktion
Vorlage: „Danke dir für die Rückmeldung. Kurz zur Idee: Wir hätten gern [Format], Ziel ist [Awareness/UGC/Sales], Timing wäre [Zeitraum]. Wichtig wären uns [1-2 Pflichtpunkte], kreative Umsetzung bleibt bei dir. Kannst du uns dafür deine Rate und mögliche Verfügbarkeit schicken?“
Dieses Follow-up bringt Struktur in den nächsten Schritt, ohne den Creator kreativ zu stark einzuengen.
Was sollte man in der ersten DM vermeiden?
Vermeide lange Briefings, unklare „wir würden gern mal zusammenarbeiten“-Nachrichten, sofortige Rabattcode-Pitches, Druck und unbezahlte Leistungswünsche. Wenn die Marke konkrete Deliverables will, sollte sie auch klar sagen, dass es um eine bezahlte Zusammenarbeit geht.
Wie geht es nach der DM weiter?
Nach der ersten positiven Reaktion braucht es Struktur: Ziel, Deliverables, Timing, Rechte, Budget und Reporting. Genau dafür ist ein sauberer Influencer Kampagnen Ablauf entscheidend.
Fazit: Gute DMs starten Beziehungen, keine Transaktionen
Influencer professionell anzuschreiben bedeutet, respektvoll, klar und passend zu kommunizieren. Brands bekommen bessere Antworten, wenn sie Creator nicht wie Werbeflächen behandeln, sondern als Partner mit eigener Sprache, Community und kreativer Stärke.