
Sofinias Terefework
Gründer von IG Influence · 5 Min. Lesezeit
Media Kit für Micro-Influencer: Aufbau, Beispiele und typische Fehler
Ein Media Kit ist für Micro-Influencer kein hübsches PDF für die Schublade. Es ist ein Verkaufsdokument, das Brands schnell zeigt, warum eine Zusammenarbeit sinnvoll sein könnte. Genau deshalb sollte es nicht nur Followerzahl und ein paar Screenshots enthalten.
Wer nach Media Kit Aufbau, Beispielen und typischen Fehlern sucht, will wissen, was wirklich hinein muss. Aus Markenperspektive zählt vor allem: Nische, Zielgruppe, Content-Stärke, Performance, Beispiele, Kooperationsmöglichkeiten und klare Kontaktlogik.
Was ist ein Media Kit für Micro-Influencer?
Ein Media Kit ist eine kurze, strukturierte Übersicht über Creator, Zielgruppe, Reichweite, Formate, bisherige Kooperationen und Angebote. Es hilft Brands, schneller einzuschätzen, ob Creator, Community und Kampagnenziel zusammenpassen.
Was gehört in ein gutes Media Kit?
Ein gutes Media Kit enthält Kurzprofil, Nische, Plattformen, Zielgruppe, relevante Kennzahlen, Content-Beispiele, Kooperationsformate, Case Studies, Preise oder Preislogik, Nutzungsrechte-Hinweise und Kontaktmöglichkeit. Es sollte kompakt sein, aber genug Belege liefern.
1. Starkes Kurzprofil
Starte nicht mit „Ich bin Content Creator“, sondern mit deiner Positionierung: Für wen erstellst du Content, welches Thema besetzt du, warum folgt dir deine Community? Brands müssen deinen Wert schnell verstehen.
2. Zielgruppe statt nur Followerzahl
Followerzahl allein reicht nicht. Zeige Alter, Geschlecht, Länder, Städte, Interessen und warum diese Zielgruppe für Marken relevant ist. Screenshots aus Insights sollten aktuell datiert sein.
3. Kennzahlen mit Kontext
Zeige durchschnittliche Reichweite, Storyviews, Engagement, Saves, Shares oder Link-Klicks. Wichtig ist der Kontext: Welche Formate performen? Welche Themen funktionieren? Welche Werte sind Durchschnitt und welche Beispiele?
4. Content-Beispiele
Brands wollen sehen, wie du Produkte, Storytelling oder Beratung umsetzt. Nutze 3 bis 5 starke Beispiele mit kurzer Erklärung: Ziel, Format, Ergebnis oder Besonderheit.
5. Kooperationsformate
Beschreibe, was buchbar ist: Reel, Story-Sequenz, Feed-Post, UGC, Event-Begleitung, Bundle, Affiliate oder Paid Usage. Das passt direkt zu einem sauberen Influencer-Angebot.
6. Case Studies und Ergebnisse
Wenn du schon Kooperationen hattest, zeige kurze Cases: Ausgangslage, Deliverable, Ergebnis, Feedback. Auch kleine Creator können stark wirken, wenn sie konkrete Kampagnenergebnisse sauber dokumentieren.
7. Preise oder Preislogik
Nicht jedes Media Kit muss eine komplette Preisliste enthalten, aber eine klare Preislogik hilft. Zum Beispiel: Basisformate, Pakete, Add-ons und Nutzungsrechte. Zur Orientierung passt unser Beitrag zu Micro-Influencer Preisen.
Typische Fehler im Media Kit
Häufige Fehler sind zu viele Designseiten, veraltete Screenshots, keine Zielgruppeninfos, keine Beispiele, nur Vanity Metrics, keine klare Kontaktmöglichkeit und unklare Preise. Ein Media Kit soll Entscheidungen leichter machen, nicht nur schön aussehen.
Fazit: Ein Media Kit muss Vertrauen verkaufen
Ein gutes Media Kit für Micro-Influencer zeigt nicht nur, wie groß ein Account ist, sondern warum er für eine Marke relevant ist. Wer Positionierung, Zielgruppe, Beispiele und Ergebnisse sauber darstellt, wirkt professioneller und verhandelt Brand Deals deutlich strukturierter.